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Lokomotiven für Australien



Die elektrischen Güterzuglokomotiven werden in Süddeutschland hergestellt und verlassen per Straßentieflader das Werk mit dem Reiseziel Australien. Dort werden die georderten Loks als Zugmaschinen für Kohlezüge eingesetzt. Sie befördern Steinkohle und Eisenerz.



Nach mehreren Streckenprüfungen fand man eine Lösung, die 250 Kilometer auf der Straße in 2 Tagen zu bewältigen. Das gewaltige Gefährt muss hier die A6 verlassen, da die Brücke in diesem Bereich zu niedrig ist. Die Strecke wird von der Polizei planmäßig gesperrt.



Jetzt geht es 1,9 km rückwärts als "Geisterfahrer". Bei der nächsten großen Kreuzung geht es wieder vorwärts weiter.
Da nur Fahrzeuge bis 4,40 m Höhe unter den Brücken durchkommen, gibt es für die Loks ein niedriges "Transportdach". Das höhere Orginal wird in der Schwerguthalle von Kübler montiert.

Rund 132 Tonnen wiegt so eine Lok. Sie wird an 4 Polyester-Rundschlingen aufgehängt. Die speziell konstruierte Traverse ist für eine Last von 240 t konzipiert, sie hält also fast das doppelte Gewicht.



Es genügen drei Mann, meint unser Niederlassungsleiter Herr Mutlu, um dieses ultraschwere Gefährt an der Traverse aus der Schwerguthalle in Mannheim zu hieven.



Im Seehafen angekommen wurde die Lokomotive mittels Schwergutschiff weiter zum Bestimmungshafen Haiphong / Vietnam gebracht, wo dann mittels Bordkran direkt in das Schienennetz abgesetzt wird.


Die Loks sind im Binnenschiff verladen und treten ihre 4 tägige Fahrt auf dem Rhein an. Dann werden sie in ein Seeschiff geladen. Es dauert Wochen bis sie per Seeschiff in Australien angekommen sind. Nach der Ankunft in Brisbane werden sie im Tagebau eingesetzt und befördern Kohle und Erz.