Trafo 275 to schwer mit Tragschnabelwagen von Halle nach Laichingen
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In der Umspannanlage Laichingen auf der schwäbischen Alb wird der Strom aus dem 380.000 Volt starken europäischen Verbundnetz für
die regionale Verteilung auf 10.000 Volt transformiert. Dazu werden riesige Transformatoren benötigt, welche im abgerüsteten Zustand
noch 277 t wiegen und ca. 11 x 3,5 x 4,4 m groß sind.
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Wenn diese Trafos in die Revision müssen, kommt es immer wieder zu kurzfristigen Transporten zu und ab den Herstellerwerken.
So auch im Winter 2008/2009, als dieser Transformator nach erfolgter Reparatur im Herstellerwerk in Halle/Saale zum Umspannwerk
der EnBW nach Laichingen gebracht werden sollte.
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Ein direkter Straßentransport ist auf so großer Distanz unmöglich und ein Schiffstransport wurde auch schnell verworfen, da in geeigneter
Nähe keine Schifffahrtswege vorhanden sind. Deshalb blieb als letzte Möglichkeit der kombinierte Bahn-/Straßen- transport. Zunächst
wurde mit einem 24-achsigen Waggon der Trafo von Halle zum Bahnhof Blaubeuren gebracht.
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Dies ist aufgrund der Lademaße nur mit
speziellen Tragschnabelwagen möglich.
Den letzten Lückenschluss über 10 km Landstraße wurde dann per LKW bewältigt. Aufgrund von Kapazitätsengpässen wurde vom Generalunternehmer
Heavy Cargo + Service (aus der Bahn AG entstanden) die Spedition Kübler eingesetzt. Auf die beiden 9-achsigen Plattformwagen wurden zwei
Drehschemel-Lastverteiler aufgerüstet.
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Anschließend konnte der Trafo mittels der Tragschnäbel hydraulisch an einem Ladegleis im
Güterbahnhof übernommen werden.
Abends ging die Fahrt zum 10 km entfernten Umspannwerk gut vorbereitet los:
Halteverbote säumten den Weg, Lampen und Ampeln waren ausgegraben. Selbst für eine 4 km lange, 8%ige Steigung war in Form von fünf
Schwerlastzugmaschinen vorgesorgt worden.
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Letztlich schafften drei Zugmaschinen den Anstieg, aber aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse waren die Reservezugmaschinen
bestimmt eine gute Investition. Lediglich auf das Wetter hatte man bei der Vorplanung wenig Einfluss. "Pünktlich" um 18 Uhr begann
es heftig zu schneien. Vorsorglich war ein privater Streuwagen tags zuvor organisiert worden, der von nun an die Strecke vom Schnee
frei hielt.
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Dazu einen riesigen Dank an die Polizeidirektion Ehingen. Der Bitte, schon um 19 Uhr statt 22 Uhr loszufahren, wurde entsprochen. Somit war
die Gefahr überfrorener Straßen und weiterer Schneefälle gebannt.
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Nach den ersten 6 km Bergfahrt musste eine Straßenbrücke umfahren werden, weshalb die Route durch den Ort Suppingen verlief.
An der 90°-Kehre in der Ortsmitte hatten sich bereits viele Schaulustige versammelt und die Anwohner bangten um ihre Eckhäuser
und Vorgärten.
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Aber mittels handgesteuerten Lenkbewegungen der beiden Anhänger konnte die Kurve mit einmaligem Zurücksetzen und etwas
Rangieren vom Küblerteam gemeistert werden.
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. Der Rest der Strecke war dann Routine: Noch zwei Abbiegungen, zwei mal die Fahrtrichtung wechseln und nach insgesamt 4
Fahrstunden war das Ziel erreicht.
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Der Kunde war zufrieden und der Schneefall war nun nicht mehr so beängstigend wie noch ein paar Stunden zuvor.
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Am nächsten Morgen wurde der Trafo mittels Fahrzeughydraulik auf sein Fundament verbracht und die beiden Einheiten konnten
die Tragschnabelkonstruktion wieder zurück zum Bahnhof bringen, wo sie wieder auf die Bahn-Drehgestelle zurückmontiert wurden.
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