Ersteinsatz der neuen Seitenträgerbrücke STB 320 in 36-achsiger Kombination.

Die Spedition Kübler setzt erneut Maßstäbe im extremen Schwertransport: Mit dem erfolgreichen Ersteinsatz der neuen Seitenträgerbrücke STB 320 in jetzt 36-achsiger Kombination wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht. Nach intensiven Testfahrten konnte die innovative Brückenkonstruktion nun erstmals im realen Einsatz zeigen, welche Leistungen in ihrer größtmöglichen Konfiguration mit sämtlichen Verlängerungsträgern auf zwei 18-achsigen Scheuerle L13 Fahrwerken möglich sind.

Maximale Leistung bei voller Nutzlast

Transportiert wurden zwei Transformatoren mit einem Einzelgewicht von jeweils 282 Tonnen. Trotz der maximalen Fahrzeugkombination mit extrem langen Trägern kann die volle Nutzlast von 320 t ausgeschöpft werden – ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit der neuen Technik.

Ziel der Transporte war das 380-kV-Umspannwerk Hardebek in Schleswig-Holstein. Dieses Umspannwerk ist ein zentraler Baustein der Energiewende und übernimmt eine Schlüsselrolle beim Transport von Windenergie aus dem energiereichen Norden in die Verbrauchszentren im Süden.

Multimodale Logistik auf höchstem Niveau

Die komplexe Transportkette begann beim Hersteller in Mönchengladbach. Von dort aus wurden die Transformatoren von Kübler mittels Tragschnabelwagen auf der Schiene bis in den Krefelder Hafen transportiert. Eine direkte Bahnverbindung bis zum Ziel war aufgrund fehlender geeigneter Strecken nicht möglich.

Im Anschluss erfolgte der Weitertransport per Schiff bis nach Brunsbüttel an der Elbe. Dort wurden die Transformatoren mithilfe eines Schwimmkrans auf den Kai umgesetzt.

Dank hydraulischer Montagehilfsträger und der hohen Flexibilität der STB 320 konnten die Transformatoren anschließend kranlos direkt aufgenommen werden – ein entscheidender Vorteil, der Zeit sparte und zusätzliche Ressourcen überflüssig machte.

70 Kilometer Herausforderung: Präzision auf der Straße

Die rund 70 Kilometer lange Strecke bis zum Umspannwerk Hardebek stellte höchste Anforderungen an Mensch und Maschine. Zahlreiche Brücken entlang der Route erforderten möglichst geringe Achslasten zur Schonung der Bauwerke.

Dank der Leichtbauweise der STB 320 konnten optimale Achslasten unter 13,0 t realisiert werden. Dadurch war es möglich, auf zusätzliche Brückenverstärkungen und -überbauten und weitere Achslinien zu verzichten – ein entscheidender Vorteil, der den logistischen Aufwand erheblich reduzierte und wertvolle Zeit einsparte.

Die Route des 90 m langen und 529 t schweren Transportes führte unter anderem durch Itzehoe mit engen Kreuzungsbereichen, anspruchsvollen Abbiegevorgängen und mehreren Kreisverkehren. Drei leistungsstarke Zugmaschinen sorgten für die notwendige Traktion.

Besondere Herausforderungen wie überhöhte Mittelinseln in Kreisverkehren oder niedrige Brücken konnten durch die hydraulische Verstellung der Bodenfreiheit souverän gemeistert werden.

Durch sorgfältige Vorplanung, modernste Technik und ein eingespieltes Team gelang es, jeden Transformator innerhalb von zwei Nächten sicher und termingerecht an seinen Bestimmungsort zu transportieren.

Die Spedition Kübler bedankt sich ausdrücklich bei den beteiligten Behörden und Polizeikräften für die hervorragende Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt zudem dem Auftraggeber TenneT für das entgegengebrachte Vertrauen sowie der gesamten Mannschaft für die professionelle Planung und Umsetzung dieses außergewöhnlichen Projekts.

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